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Der Denker

2015-07-07 - Offener Brief an Herrn Bürgermeister Dr. Michael Häupl

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Häupl,

Herr Integrationsminister Kurz hat vor kurzem gemeint, der Islam gehöre zu Österreich. Das mag vielleicht auch so sein, es heißt dies aber noch lange nicht, dass sich der oder die ÖsterreicherIn auch mit manchen dieser Begleiterscheinungen abzufinden hat.

So ist mir beispielsweise nicht bekannt, dass für Angehörige dieser Religionsgemeinschaften einige der gesetzlichen Bestimmungen aufgehoben worden wären, z. B. während des Ramadans. In diesem Falle geht es um nächtliche Ruhestörung im Gemeindebau, wo der Normalbürger ein verbrieftes Recht auf Nachtruhe hat, und zwar in der Zeit von 22:00 Uhr abends bis 06:00 Uhr früh am Morgen. Es scheint mir jedoch so, wie in anderen Fällen auch, dass hier oft mit unterschiedlichem Maß gemessen wird.

Wir wohnen gerne in unserer Gemeindewohnung, auch wenn es mitunter Probleme gibt, einmal mit den oberen Nachbarn, einer Familie türkischer Herkunft, fünf Personen, der Familienvater seit mehr als zwanzig Jahren in Österreich. Das andere Mal unten, eine Familie ägyptischer Herkunft, acht Personen, der Familienvater seit mehr als zwanzig Jahren in Österreich, beide mit unzulänglichen Deutschkenntnissen, von deren Ehefrauen gar nicht zu reden. (Über Probleme mit Wiener Wohnen habe ich ja bereits mehrfach berichtet.)

Wie schon mehrmals im Ramadan folgende Situation:

1. Es wird des Nachts gekocht, sodass wir – unser Schlafzimmerfenster befindet sich über dem Küchenfenster der Nachbarn – um drei Uhr morgens die Kochgerüche in der Nase haben. Das aber ist keine gute Ausgangsbasis für geruhsamen Schlaf!

2. Laute Gespräche in deren Wohnzimmer, dieses befindet sich ebenfalls unterhalb unserer Schlafzimmerfenster, selbstverständlich bei offener Balkontür, und das über Stunden hinweg. Anfangs versucht man, das zu ignorieren, in der Hoffnung, dass die Leute bald schlafen gehen. Dann wird der Groll immer größer, an Schlaf ist nicht zu denken und irgendwann reicht es. Vergangene Nacht hat es dann um 01:25 Uhr gereicht, ich bin aufgesprungen und habe auf das Blech des Vorbaus geklopft. Daraufhin wurde zwar die Balkontür geschlossen, aber der laute Disput ging munter weiter.

Das Klopfen war ein Fehler, denn als ich um 01:35 Uhr den Polizeinotruf wählte und diese nächtliche Ruhestörung meldete, war vier Minuten später tatsächlich so etwas wie Ruhe. Ich musste den Einsatz absagen und eine Anzeige blieb den Ruhestörern leider erspart. Jeder der Ähnliches bereits kennt wird verstehen, dass die Nachtruhe beim Teufel war.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, Sie und Ihre städtischen Behörden haben es ermöglicht, dass viele Menschen unterschiedlichster Herkunft in unsere Wohnbauten einziehen können. Das ist soweit auch in Ordnung bzw. notwendig, es entbindet Sie und alle Ihre MitarbeiterInnen jedoch nicht Ihrer Pflichten gegenüber all jenen, die sich an Gesetze und ein Mindestmaß an Rücksichtnahme halten, egal jetzt woher diese stammen, egal welche Sprache sie sprechen und welche Hautfarbe sie haben:

Schaffen Sie endlich Ordnung in den Gemeindebauten, damit man nicht weiter den Eindruck hat, in Ihrer Verwaltung geht es so zu wie in unseren Müllräumen. Wenn Sie es nicht tun bzw. nicht schaffen, werden es ganz sicherlich andere für Sie tun, vielleicht schon nach der kommenden Gemeinderatswahl!

In gegenständlichem Falle sollte es für Sie noch einfacher sein, hier Ordnung zu schaffen. Der Hauptmieter der Wohnung ist das, was man früher als „Gemeindebediensteter“ bezeichnet hat, was so viel heißt wie dass er in einer Unterorganisation von Wiener Wohnen arbeitet. Dank Ihres großen Parteivorsitzenden, dereinst Wohnbaustadtrat, wurde alles zerpflückt nach der Devise „Divide et impera – Teile und herrsche“, mit dem Resultat, dass man heute nicht mehr weiß, wohin man sich wenden soll und kann und stundenlang auf einen Rückruf von irgendwem wartet. (Ein Beispiel effizienter Verwaltung gebe ich Ihnen und allen Interessierten hier: http://gemeindebaublog.blog.de/2015/07/07/staedtische-verwaltung-naechstes-kapitel-stromverrechnung-20642761/)

Bitte verschonen Sie mich mit Ihren MitarbeiterInnen einer weiteren Ihrer famosen Unterorganisationen: Den Wohnpartnern. In den vergangenen Jahren hatte ich vier Mediationen mit diesen Leuten und meinen unteren Nachbarn, als Hauptresultat kam folgende Meldung zustande: „Schweinefleisch stinkt“. Die Wohnpartner sind ein zahnloser Tiger ohne Krallen und ohne jegliches Weisungsrecht und irgendwelche Befugnisse. So nicht, nein danke!

Ich vertraue nun darauf, dass Sie den Ernst der Lage erkennen und ich erwarte mir von Ihnen zum einen eine Überprüfung meiner Angaben und zum anderen einen Bescheid darüber, wie Ihre MitarbeiterInnen dieses Übel (zumindest den nächtlichen Lärm) zu beseitigen gedenken.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Stefan Svec

 

PS.: Ich werde künftig ein großes Augenmerk auf die Unterschiede zwischen Fremdenfeindlichkeit und berechtigter Kritik gegenüber Migrantinnen legen und stets versuchen, diese aufzuzeigen. Diese  Keule bzw. diesbezügliche Totschlagargumente gehören eingemottet. Für Rücksichtslosigkeit, Dummheit, Gemeinheit und Unvermögen darf es hier keinen Platz geben, egal von wem auch immer!

 

 

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Aktualisierung:  10.07.2015

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